6. August 2009

Newsletter Plugins und Services

In letzter Zeit bekomme ich immer häufiger HTML-Newsletter. Ich dachte in Zeiten des web2.0 sind diese, durch RSS-Feeds und Twitter, längst ausgestorben.

Meinen ersten Ausflug in das Email-Marketing machte ich vor ein paar Wochen. Der Auftrag: ein Newsletter-Tool für Wordpress. Ich begann eine Feldstudie und analysierte/testete existierende WP-Plugins.

Hier meine Resultate:

1. MailPress

Gutes Plugin, eigene Templates, jeder Subscriber kann genau bestimmen was er zugesandt haben möchte. Mir fehlt die Möglichkeit zu einer bestimmten Zeit eine von mir definierte Auswahl an Beiträgen loszuschicken.

2. SendIt

Einfaches Tool: Post wählen, vielleicht noch eine paar Zeilen dazu und senden. Kein eigenes Template, es besteht die Möglichkeit einen Header und Footer für jede Liste einzusetzten. Bettet nicht CSS von Template ein

3. Subscribe2

MailPress sehr ähnlich. Online Editor für verschiedene Email-Arten (Post, Category, etc) mit logischen Template-Tags. Aber auch hier ist das Problem, dass es keinen Customized-Newsletter gibt. Also die Inhalte werden automatisch generiert und versandt.

Nichts Optimales, wenn die Inhalte von der Redaktion ausgewählt werden sollen.

4. The Newsletter-Generator 1.0 von mir.

Kein User- und Subscribing-Management: Dafür ein eigenes Template mit frei wählbaren Posts, austauschbarem Banner-Image. Feature-Post Option und Google-Analytics Campaign Links. Es wird HTML-Code erzeugt, den man in in jedes Email-Marketing-Tool einsetzten kann. Zusätzlich wird Plain-Text mit den ausgewählten Inhalten erzeugt. Ein einleitender Text ist ebenfalls möglich.

Der Workflow ist denkbar einfach:

  1. Banner hochladen, oder nicht (sollte der aktuelle noch passen)
  2. Einleitung (optional)
  3. Feature Post auswählen (optional)
  4. andere Posts aus den letzten 50 auswählen (optional)
  5. Code Generator starten und den erzeugten Code in an passender Stelle kopieren und einfügen.

Ich werde demnächst das Plugin hier zum Download anbieten, doch zuerst muss ich mit Outlook kämpfen, da das Redmonder kostenpflichtiges Email-Werkzeug nicht gerade schlau mit einfachen validem Code um geht. Das eingesetzte Layout ist eine tabellerarisierte Variante des Templates mit Inline-Styles und trotzdem macht Outlook was es will.

Auf der Suche nach Lösungen bin ich auf zwei erwähnenswerte Projekte gestoßen:

1. Fix Outlook: Eine Petition gegen den Einsatz der MS Word HTML-Engine (die eben nur Tabellen basiertes HTML versteht).

2. http://www.email-standards.org/ Arbeitet mir Email-Client-Entwicklern und Designern für die korrekte Darstellung von HTML in Email-Programmen und bietet zusätzlich eine Übersicht des HTML-Supports der gängigsten Clients und Webmails an. Ein Ampelsystem zeigt den Grad der Unterstützung, auf den Client-Seiten gibt es neben eine Liste der nicht richtig implementierten Styles auch Empfehlungen an die Entwickler der Programme.

Ein wirkliches cooler Email-Marketing Service ist MailChimp neben einem Wordpress Plugin, dass mit Google Analytics ziemlich genau den (Miss)Erfolg der Kampagne aufzeigt, macht der Service durch seine gute Benutzerführung Spaß. Er bietet umfangreiche Im- und Exportfunktionen und ein freundliches Design (nicht nur wegen des Affens). Ein schicker Formular Baukasten hilft ein Anmelde-Formular für die eigene Seite zu basteln. Es gibt einen gratis Account, der für kleine Firmen und den privaten Gebrauch ausreichen sollte. Viele große Firmen, wie Mozilla oder Intel, setzen den Chimpansen ein. Zusätzlich gibt es Plugins für Twitter, MySpace, Drupal und eine API.

Ein anderer Dienst ist iContact. iContact bietet eine 15 tägige Testphase an und nervt im Anschluss durch Newsletter in eigener Sache. Im Backend wird über große Icons navigiert, es gibt eine große Template-Auswahl, von Hunde- bis Kampfjet-Freunde-Newsletter. Leider sind die Vorlagen kitschig und hässlich und somit für den professionellen Einsatz ungeeignet, es sei denn man gehört zu einer der o.g. Gruppen. Man kann aber sehr einfach HTML-Mails durch copy&paste (via meinem Newsletter Generator) erzeugen und verschicken.

Das Subscriber-Tracking habe ich bei beiden Tools noch nicht getestet, es besteht bei beiden Tools die Möglichkeit automatisierte Newsletter via RSS zu versenden. Das sollte mal einer mit seinem Twitter und Facebook Feed machen.

Ich bin auf die Newsletter-Entwicklung in nächster Zeit gespannt. Besonders auf zweierlei Entwicklungen. Zum Einen: Geht man den Weg der neuen Web2.0 Errungenschaften, wie RSS oder Twitter, wieder zurück. Werden es bald ausgedruckte Newsletter per Post, die auf Blog Beiträge und Amazon Sonderangebote hinweisen, versandt? Und was mir gerade wichtiger ist: lohnt sich ein Newsletter-Versandt? Kommen und bleiben Besucher länger, wenn man Ihnen eine Auswahl des Angebots schnürrt?

3. August 2009

Dampf und Angst

Vor ein paar Jahren zockte ich noch sehr regelmässig. Mittlerweile bin ich ein Gelegenheitsgamer. Kaufe etwa 2-3 Mal im Jahr ein Spiel, um der Realität zu entkommen, ein paar nette Stunden zu verbringen, den Stand der Technik mit zu bekommen.

Im Frühjahr erwarb ich FEAR2. Ich mochte FEAR und dachte die Nummer 2 wird ebensoviel Spaß machen.

Ab gesehen davon, dass die Installation ewig (>60Min udn 12GB) dauerte, war ich kurz vor dem ersten Start des Spiels noch positiv gestimmt. Von der Zwangsaktivierung via Steam abgesehen. FEAR2 startete nur kurz. Nach den Intros steckte es in einem schwarzen Schirm fest. Erst als ich die Firewall deaktiverte – ich hätte bestimmt auch irgendwelche Ports erlauben können, das war mir aber zu lästig – , konnte ich spielen.

Einige Tage später, wollte ich weiter spielen, hatte aber leider nicht sehr viel Zeit. Es gab ein Update für das Spiel und da es auf Steam gesattelt ist, musste es unbedingt durchgeführt werden. Der Updateprozess dauerte ewig, so dass mein Zeitbudget erschöpft war. Super. Danke Warner Interactive, danke Steam.

Einige Features von Steam mag ich, andere kann ich verstehen, aber was nicht geht sind Zwangsupdates und fehlende Fehlermeldungen, wenn es zu Fehlern kommt.

Ich bin gern bereit mich zu registrieren, um auf einem beliebigem Rechner spielen zu können. Mich nerven ewige Installationsroutinen, die länger dauern als Windows zu installieren und Updates, die 1. Pflicht sind und 2. länger als 5 Minuten dauern und einen Neustart erzwingen.

Ich werde künftig mehrfach überlegen, bevor ich zu einem Spiel greife, das mit Steam arbeitet. Es nervt zu sehr und hält vom eigentlichem Spielen ab. Kopierschutz und Copyrights hin oder her. Ich denke anderen Gelegenheitsspielern wird es ähnlich gehen.

FEAR2 wird schnell langweilig. Die ersten ein bis zwei Stunden bleibt es durchaus spannend. Man weiss recht schnell wann Alma auftauchen wird und somit ist die Spannung dahin. Der Wechsel zwischen dem Kampfgeschehen und der Geisterjagd ist nicht gut umgesetzt. Ein stärkere Verflechtung von düsteren Momenten und dem Kampf gegen die ATC wäre super.

Die Gegner sind relativ schlau und man kommt zügig voran, so dass mir das Spielen noch Spaß gemacht, bis es zu lästigen Wiederholungen kam, die sich nur die Steigerung a) der Dunkelheit und Nähe zu Alma b) Anzahl der Gegener unterschieden.

Als nächstes werde ich Call of Juarez: Bound in Blood spielen, da der erste Teil wirklich cool war. Die 2 Handlungsstränge sind sauber verflochten, die Story stimmig und die Western Atmosphäre mag ich sowieso. Bleibt zu hoffen, dass Ubisoft kein Steam verwendet.


Kategorien: games
20. July 2009

ZDF heute Redesign

Seit dem 17.7.2009 kommt das Redesign von “heute” zum Einsatz. Drei Jahre haben Edenspiekermann und Velvet, die eine wirklich schlechte Flashsite haben (sie funktioniert nur mit www, resized das browserfenster, es gibt kein deep-linking, scrollrad ist nicht implementiert, …) an Konzeption und Umsetzung gearbeitet.

Die Infografiken werde ich mir genauer anschauen, gesehen habe ich heute keine.

Einen großen Designdiskurs spare ich mir. Auf Fontblog.de (1,2) wurde das alles schon heftig diskutiert.

Ich dachte zuerst, dass ich eine moderierte Website sehe. 3D, Dezente Animationen immer und überall, manchmal schon zu viel, so dachte ich bei der Anmoderation eines Beitrags, dass mir leicht schwindelig sei, bis mir auffiel, dass sich das Beitrags-Stack sanft nach rechts bewegt. Das Aufklappen der MAZen ist nett, könnte etwas schneller passieren. Die Wetterkarten werden reingeschoben, ich habe ein Rausschieben erwartet. Die Icons/Piktogramme helfen zu erklären, auch wenn manche mich ein wenig zum schmuzeln gebracht haben, obwohl deren Sujet ein Ernstes ist.

Mir gefällt das Orange/Weiss, das hellgrau/weiss ist etwas schwach im Kontrast. Die entwickelte Schrift hielt ich erst für die Simple, was sicherlich meine benachbarten Grafiker geärgert hätte, gefällt mir aber.

Insgesamt bin ich mir unsicher, was die Neugestaltung betrifft. Zum Einen mag ich die Animation, Kamerafahrten und den ganzen Zauber, ebenso wie die Gestaltung. Auf der anderen Seite finde ich das Design manchmal zu dunkel (das dunkele Grau) und nüchtern, da hilft auch das Orange nicht hinweg. Außerdem stelle ich mir die Frage, ob die ständige Bewegung und die Effekte nicht zu sehr von den schrecklichen Nachrichten des Jetzt ablenken.

Und ein paar Screenshots:

zdf1

zdf2

zdf4

zdf5

20. July 2009

Retry

Ein neuer Versuch zu bloggen. Nachdem tohell.de mir von 2005-2007 sehr viel Spaß gemacht hat, 2008 verstummte, denke ich jetzt etwas mehr der Welt mitteilen zu können und wollen. Weg vom “Der Pessimist an der Kusnthochschule”, der aus seinem Studienalltag berichtete und sich über Dinge, wie Quadfahrer oder ein zu frühes Staffelfinale aufregte, hinzu handfesteren Gedanken.

Natürlich wird es hier nerdy, ich plane ein ausführliches Wordpress vs. Indexhibit vs. Typo3 vs. SilverStripe Feature, aber ich habe auch vor über Design, meinen Alltag und anderen Kram zu bloggen.

Ich bin mal gespannt, wie lange und gut ich diesmal durchhalte.

Ich lege gleich los mit einem Bericht zum ZDF-Heute-Redesign und möchte noch auf ein weiteres junges Blog, mit beachtlicher Postfrequent, hinweisen: synecstasy.com.

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Kategorien: Dev
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